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einhorn insel der seligen

Trautes Heim



Irgendwo zuhause zu sein, ein Eckchen, ein Fleckchen für sich zu haben, das ist doch aller Wesen Wunsch und Traum - und mir wurde es zuteil!

Ich bin hier für mich, ungestört und frei, kann mich bewegen, wie ich will, kann mich selber kennen lernen von allen Seiten, kann sogar mein Unterstes zuoberst kehren, ohne Anstoß zu erregen oder falschen Beifall zu ernten.

Das Licht des Tages fällt herein, nachts erscheint manchmal der Mond zwischen den Sternen. Ich spüre Wind und Sturm, ich höre das Trommeln des Regens auf die Mansarde, immer bin ich den Elementen nah.

Ich liebe das Einfache, weil ich selber einfach bin . Aber ich liebe auch das Andere, das nicht so ist wie ich, wie etwa diese Schräge über mir, die mir zuwider zu laufen scheint, genau wie die Schwelle, die mein Eigenes von all dem trennt, was mir nicht gehört., die aber auch ein Hindernis darstellt für jedes Heraus oder Herein.

Immer wieder muss ich sie überschreiten, diese Schwelle. Niemand genügt sich selbst, niemandem ist es erlaubt, allein für sich zu sein. Verkehr und Austausch, Lernen und Entwicklung gibt es nur draußen,

Wird mich das unübersehbar Neue, die Vielfalt der Dinge festhalten? Ist Rückkehr möglich? Und werde ich diesen Ort so wiederfinden, wie ich ihn verlassen habe? Werde ich mich in ihn hinein finden als ein Veränderter?

Hier liegt ein Haufen Steine, ich kann mir hier eine andere Welt bauen mitten in dem, was mir gehört. Ich muss nicht befürchten, an der Schwelle zu stolpern, in keine Richtung.

Die Steine sind roh, rauh und grob. Ich werde sie bearbeiten müssen: sie glätten oder abschleifen, die Enden abschlagen, sie gegeneinander gewichten.

Am Ende wird das Gebäude einstürzen wie ein Kartenhaus oder standhalten als ein Muster an Hässlichkeit.

Ich lasse die Steine, wo sie sind, nahe der Schwelle.