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einhorn insel der seligen

Gefangen


Großes Geschrei

wie Tiergebrüll:


Stimme, Gaumen und Rachen,

drängen nach draußen


mit Schwaden, Kaskaden

von Speichel,


die Zunge gebleckt:

Trotz, Wut und Verachtung.


Doch niemand sieht zu, niemand hört zu.


Wer schuld war,

ist nicht mehr da.

War jemand schuld

an diesem Elend?


Wenn ich in ein Loch falle, was kann es dafür? Einer wird es ausgehoben haben.

Aber den einen, winzigen Schritt zur Seite – ich war s, der ihn nicht gemacht hat.


Mein Zorn bricht sich Bahn.


Toben ist gut.

Toben lenkt ab.


Mein Körper bäumt sich auf, keilt aus wie ein Gaul,

prallt an die Wand


der Grube, des Schachts, der Doline, … der Falle ...


Was ich berühre, tut weh.

Schmerz ist willkommen.

Schmerz lenkt ab.


Nach vorne hab ich gestarrt, nicht auf den Weg.

Hinter etwas Großem rannte ich her.

Ich wollte, ich musste es haben.


Blinder Eifer.

Blinder Zorn, der verraucht.

Eine Fata Morgana.


Es ist auf einmal still.

Die Zunge trocken.

Sie findet nicht mehr zurück.


Eine kleine Weile

bewegt sie sich noch