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einhorn insel der seligen

Blaue Stunde


Ich bin ein meditierender Mensch auf der Suche nach dem Buddha in mir.


(Blau steht für Klarheit, Ruhe, Weitblick, Inspiration. Blau ist die Farbe der Ferne, der Sehnsucht, der Weite und der Unendlichkeit, sie ist die Farbe des Vertrauens und der Verlässlichkeit. So steht es geschrieben)


So gibt es viele Gemeinsamkeiten mit Ihrer westlichen Kultur.

Meditierend ist der Buddha, unser Meister, noch nicht zum Nirvana vorgedrungen. Er ist ein Mensch wie wir alle.

Wie man es von allen Propheten der Weltreligionen kennt, besitzt der nach dem Absoluten Suchende bereits die Aura des späteren Finders und Verkünders, er wird dargestellt als einer, der der menschlichen Sphäre bereits entrückt ist, ein Asket.


Asketen entsagen der körperlichen Liebe. Diese Vorstellung ist Gemeingut.

Asketen fasten. Doch auf ihren Körper können sie nicht ganz verzichten. Sie können ihn nur vorübergehend vergessen, um zu den Tiefen der Meditation vorzudringen.


(Sich selbst zu töten ist dem Jünger Buddhas zwar nicht verboten, doch er verbessert sein Karma damit in keiner Weise und wird wahrscheinlich im nächsten Leben ähnlichen oder noch schwierigeren Problemen gegenüber stehen)


Gelegentlich müssen auch Buddhisten essen und trinken. Und sie haben nicht immer die Kontrolle über das, was sie sich zuführen. Bedenken Sie, dass viele von ihnen im Kloster leben, wo Großküchen so viele Menschen verpflegen müssen, dass sie manchmal zu ungewöhnlichen Mitteln Zuflucht nehmen.


Stellen Sie sich also bitte vor: Mitten im schönsten Meditieren überfällt Sie - Bauchgrimmen.


Der Kostbare Geshe Lharampa hat daher diesen Topf mit besonderer Funktion den Meditierenden empfohlen. Denn nicht jeder verträgt dieses oder jenes Kräutlein aus dem Klostergarten.

Das Füllen desselben stellt keine Belästigung dar. Sie sehen hinter mir ein Wasser spendendes Rohr, das das Gefäß sofort druckvoll leert und reinigt.

Ich habe übrigens gehört, dass Ihre Kaiser und Könige im Westen über ähnliche Vorrichtungen verfügten, wenn in der Länge nicht absehbare Sitzungen, Audienzen oder Huldigungen stattfinden sollten. Allerdings, wie in jener Schrift präzisiert wurde, ohne Wasserspülung.


Tritt das Topf-Ereignis ein, so ist der Meditierende gehalten, das Muladhara-Chakra zu aktivieren. Wird die Meditation im Lotossitz (Padmasana) durchgeführt, so ergeben sich keine weiteren Schwierigkeiten, wenn die Beinkleider eine entsprechende Öffnung aufweisen.


Meistens wird der Buddha ohne jenen Topf dargestellt.

Doch zeigt sich die Einheit des Menschlichen mit dem Göttlichen nicht auch in diesem Triumph des Geistes über die Niedrigkeiten unseres Körpers?