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einhorn insel der seligen

Die Spitze


  • Es ist Schwachsinn, sag ich.

  • Besser Schwachsinn als Schweinerei.

  • Besser Schweinerei als trübsinniges Einerlei ...

  • Hören wir auf! Kommen wir zur Sache.

  • … als Einheitsbrei.

  • Ja. Wirst Recht haben. Alles hat schließlich eine Daseinsberechtigung. Ein bisschen wenigstens.

  • Alles, alles. Pauschal, pauschal. Und alles, was du dazu sagst, ist vorher in deinem Kopf passiert. Quasi ohne dich.

  • Es ist nicht dasselbe: das, was du siehst und das, was du sagst. Da ist viel dazwischen.

  • Du zum Beispiel. Das Gesicht, das du gerade machst.

  • Lass gefälligst mein Gesicht aus dem Spiel.

  • Das ist das Stichwort: Spiel! Kindestätigkeit. Klötzchenschieben. Hoppla durch die Welt.

  • Du willst das Spielen nicht den Kindern überlassen.

  • Nein. Pinsel, flieg! Kamera, schwenk!

  • Ach, Theophil!

  • Ach, Roderich! Ach, was ach? Wir drehen uns im Kreis.

  • Schöne Bewegung.

  • Was aber ist mit der roten Zipfelmütze?

  • Ach so. Gefallener Zwerg, sage ich. Beim Betrachten einer Kalligraphie. Kommt vor.

  • Und die Linien, die Ebenen? Die Leere im Zentrum, diese Leere?

  • Ein buddhistischer Zwerg vor der Kalligraphie eines Zen-Meisters. Sturz des Kleinwüchsigen mitten in ein Koan.

  • Aha. Mach nur so weiter.

  • Wenn du mich machen lässt?

  • Gut. Die Frage ist: Haben wir es mit so etwas wie abstraktem Expressionismus zu tun oder mit einem zufällig ausgelösten Foto, das der Fotograf als Kunst verkaufen möchte?

  • Die Antwort ist klar.

  • Nein!