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einhorn insel der seligen

Intermezzo


Zwischen Licht und Schatten bleibt etwas bestehen, was bereits gestorben scheint. Der innerste Kern der Dinge leuchtet, während die Verwesung beginnt. Farben flammen auf und seltsame Spiegelbilder des Vergangenen. Die Verwandlung hält inne, verkehrt sich, Augenblicke lang, in ihr Gegenteil.

Als gäbe es keine Trennung.

Lebewohl und Willkommen sind zwei Seiten derselben Münze.

Die verschiedenen Existenzen legen sich übereinander wie Schichten. Nehmen sie sich wahr? Kann es mehr sein als eine flüchtige Berührung?

Ein Knistern, ein Knacken ist manchmal zu hören, auch Schreie, die in der Ferne verhallen.

Neues kann nur von außen her entstehen, aber wir wissen nicht, wie es ist. Der Tod ist die Grenze, das Schweigen, das Sich-Bescheiden.

Die Körper zerfallen, die Strukturen lösen sich auf, die Konturen werden bedeutungslos.

Der Blick wendet sich ab.

Die Erinnerung setzt aus.


Die Verwandlung hat erst begonnen.

© 2014 by CLAUS MARTIN OSTERMAIR

 

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