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einhorn insel der seligen

Das eine im anderen


Das eine im andern

Nichts muss so sein, wie es aussieht.

Platzt die Hülle, bricht die Kruste, so fällt der Blick auf etwas:

ein Parasit vielleicht,

dem der Wirtskörper dient als schützende Höhle.

Das Ding

kann sich bewegen, schlängelt sich, windet sich,

ist lebendig inmitten erstarrter Materie, in der eine klaffende Wunde sich öffnet.

Irgendwo hat das fremde Wesen sich eingewühlt, austreten wird es an anderem Ort

wie ein Gewürm in ahnungslosem Tierleib.

Mit einem Mal kann es hervorbrechen wie die Muräne aus ihrer Grotte im Riff.

Oder es zieht sich mit einem Wellenschlag seines Körpers zurück ins Gestaltlose, lauert weiter, verborgen.

Ist etwas in ihm, das fließt,

Blut oder - Gift?

Versteckt es sich?

Droht ihm selbst Vernichtung?

Flieht es vor einem Feind?

Oder ist es massiv: eine Stange, ein Bolzen,

der sich brutal in einen beliebigen Leib gerammt?

Oder ist es doch leblose, tote Täuschung,

ein Korsett, ein Knochengerüst, eine Strebe, die

selbst von einem gewaltigen Stoß

knickte und ihre Last nicht mehr trug?

Lass. Schüttle den Kopf. Schau.