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einhorn insel der seligen

Offenbarung


Jede Tür führt irgendwohin. Sie öffnet sich auf eine Welt.

Falls sie (die Tür) schäbig ist, darfst du aus dieser Schäbigkeit keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Falls sie (die Welt) schäbig ist … nun, darauf musst du gefasst sein.


Schon immer gab es Diebe, Räuber, Plünderer, Brandschatzer, Menschen, die nichts im Sinn hatten als alles zu entwenden oder zu zerstören, was schön war (was andere für wertvoll hielten).

(Zu allem Überfluss wurde später das Dynamit erfunden und die Atomkraft verfügbar gemacht)


Du wirst sagen: es gab aber auch stets Welten-Fälscher. Oder Leute, die einfach behaupteten, hinter einer bestimmten Tür gebe es etwas zu entdecken. So wie hinter dieser.

Diese Tür ist anders. Lass dich nicht von der leer getrunkenen Plastikflasche ablenken.


Ein transparenter, rechtwinkliger Körper lehnt, leicht gekippt, an einer Rückwand, die aus einer zweiten Tür bestehen könnte.

Könnte …


Steine oder Metallteile umrahmen diese (scheinbare oder echte) zweite Tür. Haben sich seitlich über sie geschoben. Auf ihr Beschläge, vor ihr, wie eine Signatur oder ein Abhakzeichen, ein abgeknicktes Stück Kabel, hinter ihr …

Hinter ihr - nichts: was sollte da noch sein? Ein Tresor? Eine Gegenwelt? An Alice im Wunderland erinnert hier nichts.


Das Mädel mit dem strähnigen Haar auf der Flasche? Die Flasche mit einem Getränk, dessen Name Schlüssel bedeutet? Hinter dem Mädel eine andere Frau – die böse Königin?

Quatsch. Die Flasche hat so ein Hirni reingestellt. Hat sich nichts dabei gedacht. Hirnis lesen keine Weltliteratur.


Außer den Steinen ist alles menschengemacht. Es muss also einen Sinn haben. Einen höchstens fünf Zentimeter tiefen Sinn. Beziehungsweise … wenn der Hintergrund wirklich eine Tür ist …

Dann besteht Verdunkelungsgefahr.


Wenn du genau hinschaust, sind einige der seitlichen Metallteile geformt wie Greifzangen, Klauen, Handschellen.


Warum fällt eigentlich das alles nicht sofort raus, wenn die Tür aufschwingt? Das Metallzeug ist vielleicht verschraubt. Aber die transparente Schale? Und die Steine? Die Dachrinne links scheint ein Beweis, dass der Fotograf nicht getrickst hat und die Öffnung also sich wirklich vertikal und in einer gewissen Höhe befindet.


Mei …