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einhorn insel der seligen

Verwerfung

Es ist ein sanftes Gleiten in der Tiefe und ein unmerkliches Kippen hier oben. Gerade oder schief, es wächst das Gras, auch die Maulwurfsgräben bewältigen die Schräge, Generation um Generation besprenkelt sie.

Es geht ein Regen nieder in zähflüssig sinkenden Schlieren, als käme mit ihm alles Verbrannte zurück und lagere sich in zerfließenden, zu den Maulwürfen hin versickernden Lachen auf der Erde ab.

Eine Herde Ungetüme trampelt bergwärts, als käme eine Sintflut. Zwischen den Körpern, die sich vor Angst dicht aneinander drängen, hängen zerquetschte Reiter.

Bröckelnde Buchstaben-Kolosse, Dickhäuter, die sich aneinander reiben, sich die Haut zerreiben, die Eingeweide.

Die Schlange des Ursprungs räkelt sich. Sie wird vorbeigleiten an den Reitern und die Tropfen durchdringen, als ob sie gegen die Schwerkraft nach oben fielen. Ihr Schlüpfen wird die Buchstaben verschnüren zu einer Schrift der Großen Wandlung.


Als wären Himmel und Erde noch nicht geschieden.