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einhorn insel der seligen

KEIN NASOBÊM

Das Nasobêm Auf seinen Nasen schreitet einher das Nasobêm, von seinem Kind begleitet. Es steht noch nicht im Brehm. Es steht noch nicht im Meyer. Und auch im Brockhaus nicht. Es trat aus meiner Leyer zum ersten Mal ans Licht. Auf seinen Nasen schreitet (wie schon gesagt) seitdem, von seinem Kind begleitet, einher das Nasobêm.

Kultur! - Kultur? Su kummt s uns nur vur!

Si tacuisses philosophus mansisses, ô Stella matutina!

N.N.

Unser Maler betrachtet stumm sein Werk. Er hat es auf eine Art Bühne gehoben und blickt zu ihm auf.

Er selbst kauert in einer finsteren Ecke seiner Welt Den Mund halb offen und wirr das Haar, so staunt er. Er hat dieses Wesen erfunden, nicht ein Glücksritter der Literatur wie Herr Morgenstern, der die Hinterteile seiner armseligen Zeilen aus einem Reimlexikon abkupfert. Der in seinem sogenannten Gedicht nichts anderes macht als sich zu brüsten mit fetten Alleswissern wie Meyer, Brehm und Brockhaus.

Unser namenloser Künstler dagegen hat Haar und Aug, Nas und Ohrwaschl erschaffen: Comme il faut.

Mit einer Art Federgestell bewegt sich das Nasenwesen fort: Hops, was kostet die Welt?

Vor ihm her schwingt sich die Imagination, Kind tanzender Gedanken Tanzboden ist die ganze Welt.

Zwischen der Schwärze der Nacht und des Nichts und der Düsternis einer sterbenden Stadt führt uns dieses Wunder der Anatomie zu neuen Ufern!