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einhorn insel der seligen

Au Backe Neue Backe


Stell dir vor, der Kopf könnte sich formen lassen. Sich verformen, sich verändern lassen. Lange nach Ende des Körperwachstums.

Mit Kindern und Heranwachsenden ist das schon erfolgreich versucht worden. Die chinesischen Frauen-Füßchen. Lippenteller. Schwere Ohrringe. Künstliche Narben.

Aber jetzt, erwachsen und über ein breites Spektrum an Vernunft und Erfahrung verfügend, kommt dir die Idee, anders auszusehen, vom Hals aufwärts?

Vergiss Tätowierungen.

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Festzuhalten ist, dass die Knochenstruktur nicht veränderbar wäre.

Die weichen Teile modellieren würde nicht mehr der Liebe Gott des Sechsten Tages oder Prometheus, sondern du selbst, nur du allein. In vorgefertigten Stücken, die sich problemlos zusammensetzen ließen. Mechanisch in alter Weise. Nicht aus Lehm, nicht aus Schlamm. Sondern mit der Raffinesse sorgfältig getesteter Materialien.

Rasch würden sich neuartige Dienstleistungen etablieren, in die zu investieren interessant wäre.

Als Sonderfall (im Idealfall?) abnehmbare, rasch auszuwechselnde Köpfe für die verschiedensten Lebenslagen. Oder lieber der unbegrenzt wiederverwendbare Charakterkopf?

Ein neuer Teint könnte überraschen. Gestreift, gesprenkelt, kariert – ein Feirefiz?

Auszugehen wäre von einem birnenförmigen mindestens einmal mittig teilbaren Rohling, der mit vorgefertigten Applikationen bestückt würde. Ein eventuell abweichendes Sprechen, Schlucken, Spucken, Beißen und Kauen müsste vor der Freigabe getestet werden.

Auch Zungenschnalzen.

Anlass zu Diskussionen gäbe das Hirnvolumen. Es vergrößern zu wollen würde innerhalb unserer – wie gesagt - unveränderbaren Homo Sapiens – Schädelhöhle zu Beeinträchtigungen manch anderer Funktionen führen. Überdies wird behauptet, die Größe des Gehirns sei nicht direkt proportional zu seiner Leistungsfähigkeit.

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Zu beachten: manche Neuschöpfungen wären nicht revidierbar.